Insgesamt 4 Brunnen 2022 erfolgreich gebohrt!

Uns erreichten einige Fotos von den Brunnen, die dieses Jahr erfolgreich errichtet worden sind.

Familie Craciun in Baranca mit einem 16 Meter tiefen Brunnen:


Familie Bacrau in Baranca Cristinesti mit einem 21 Meter tiefen Brunnen.


Eine zentrale Stelle in Dimakeni mit einer Brunnentiefe von 21 Metern.


Und schließlich der Brunnen in Poeana in der Commune Zvoristea, dessen Anfänge wir noch persönlich miterleben durften, hat bei 16 Metern und etlichen Bohrversuchen nun Wasser und versorgt dort drei Familien.

Wir freuen uns sehr, dass es so geklappt hat. Gerade nach dem sehr regenarmen Sommer und der Dürre, die wir vor Ort auch selber erlebt haben, hoffen wir sehr, dass die Brunnen lange Wasser führen.

Wir, die täglich den Wasserhahn einfach aufmachen können, können nur ein stückweit erahnen, was diese neue Möglichkeit für die Menschen vor Ort bedeutet.

Vielen Dank für alle kleinen und großen Spenden, die haben richtig was vor Ort bewegt! Danke!

Alle wieder zurück!

Am Samstag sind alle Jugendliche und Erwachsene wieder gesund zu Hause gelandet. Besonderer Dank geht an die Firmen Elektro Bürkle, Handrick Innenausbau GmbH & KO.KG, Kupper IT, Kiestagebau Westdorf GmbH und dich, Micha Günz! Durch die finanzielle Unterstützung sowie Bereitstellung der Fahrzeuge hatten wir mit unseren 21 Personen unvergessliche zwei Wochen in Rumänien.

Viele Gedanken schwirren derzeit im Kopf… Der über zehn Kilometer lange LKWstau in Richtung Ukraine, die elenden Häuser in Volovat, die sichtlich kranken Kinder in Voitinel, verschiedene unangenehme Gerüche, dankbare und fröhliche Gesichter, sorgenvolle Mimen, wenn es um die gestiegenen Preise oder fehlendes Wasser in den Brunnen ging, die Begegnung mit den Bürgermeistern, ohnmächtige Gefühle über die Armut, …

Am Mittwoch, den 12.10. wird es um 19:30 Uhr ein Erlebnisbericht bei der Kirchgemeinde im Leipziger Süden geben. Der genaue Ort wird noch bekannt gegeben.

Sibiu, Eisenmarkt und Bratislava

Die letzten Tage haben wir Sibiu sowie Eisenmarkt besichtigt und eine Wanderung in der Nähe des Sees unternommen. Somit konnten wir noch ein bisschen das Flair Rumäniens mitnehmen. Da der Wasserstand des Sees sehr niedrig ist und nicht so richtig zum Baden einlädt, haben wir uns auf den Weg nach Bratislava gemacht. Leider mussten wir dabei zum Teil drei Stunden an der Grenze warten. Nun befinden wir uns am Stadtsee von Bratislava und lassen die gemeinsame Zeit ausklingen mit unseren eindrücklichen Erlebnissen und Erfahrungen.

Lacul Cincis

Heute früh verabschiedeten wir uns von Radu und Gheorgel und machten uns auf den Weg zu unserem nächsten Stop an den See Lacul Cincis. Schade, dass wir keinen LKW bei uns hatten, denn wir hätten auf dem Weg richtig viel verteilen können. Die Not ist an vielen Stellen groß. Erschreckend sind ebenso die Flüsse, die kaum Wasser führen.

Eine rumänische Hochzeit

Heute waren wir eingeladen zu einer Hochzeitszeremonie in Gheorgels Gemeinde. In der 2,5 stündigen Trauung wurden sehr viele Reden gehalten. Als kleinen Gruß überbrachten wir als Rumänienhilfe Leipzig einen Topf Blumen und wünschten Rebecca und Daniel eine wundervolle sowie glückliche gemeinsame Zukunft.

Nach dem Mittagessen besichtigten wir die Bäckerei und die Maismühle, bevor es ans aufräumen ging, denn morgen geht es in das 520 km entfernte Eisenmarkt.

Am späten Nachmittag meldete sich, wie eigentlich jedes Jahr, das Handy und warnte uns vor einem Unwetter. Radu erzählte uns, dass es der erste große Regen ist in diesem Jahr. Viele Brunnen führen derzeit kein Wasser. Hoffentlich brachten die letzten Regenstunden ein bisschen Linderung…

Großer und kleiner Basar

Heute früh sind wir nach Suceava gefahren und haben den großen Basar besucht. Dabei wurden große und kleine Mitbringsel erstanden.


Am Mittag haben wir dann unseren Basar für die Menschen aus Zvoristea vorbereitet. Ab um drei kamen sie aus sämtlichen Richtungen geströmt. Jeder bekam Brot und einen Beutel in den sie die ausgesuchten Kleidungsstücke mitnehmen konnten. 

Ingeborg erzählte uns, dass sie sich darüber unterhalten haben, wie toll sie die Sachen finden. Es war wieder eine richtig gute Aktion. Einige ältere Damen wurden nach Hause gefahren, dabei zeigte sich, dass in den Nebenstraßen von Zvoristea die Armut ebenfalls ziemlich groß ist. 

Nach dem Basar sind wir zu Lionel, der uns dankenswerterweise seinen Bus diese Woche zur Verfügung gestellt hatte, da eins unserer Fahrzeuge eine Panne hatte. Lionel ist Helfer im Verein „Noua Hilfe“ und besitzt ein Milchbetrieb mit 30 Kühen, die auf 40 Hektar ein tolles Leben haben. Er lud uns zu Eierkuchen ein und zeigte uns seine neue Himbeer- und Brombeerplantage, die sehr viele Früchte tragen. Es ist toll zu sehen, wie sich der Betrieb in den letzten Jahren entwickelt hat.


Vernetzungstreffen und Brunnenbohrung

Heute trafen wir uns mit den Bürgermeistern und Ortsvorstehern aus Zvoristea, Voitinel, Demacheni und Hudesti. In vielen langen Dankesreden verdeutlichten sie uns, dass die Unterstützung unsererseits so zugenommen hat, dass es sie sehr freut, den vielen Menschen in den Kommunen helfen zu können. Derzeit haben sie pro Menschen 1 Lei am Tag als Sozialhilfe zur Verfügung, was 20 Cent entspricht und können damit nur schwer helfen. Durch die Brot- und Maispatenschaften tragen wir einen erheblichen Teil dazu bei, dass die Menschen weniger Hunger leiden müssen. Ein Bürgermeister betonte die Bedeutung der Brunnen, die in etlichen Dorfteilen das Leben positiv verändert hat.

Vielen Dank für Ihre/eure Unterstützung!

Ein anderer Bürgermeister unterstrich in seiner Rede die Besonderheit der Arbeitsweise unserer beiden Vereine. Dass wir gemeinsam allen Menschen helfen und keinen Unterschied machen zwischen den unterschiedlichen Glaubensrichtungen, dafür ist er sehr dankbar und hat es entsprechend bei anderen Organisationen anders erlebt und dankt dafür ausdrücklich. Außerdem regte das Treffen an, das Engagement und die Vernetzung zwischen den Orten weiter voranzutreiben und selber nochmal zu überlegen, welche Projekte nachhaltiger in den Dörfern wirken können.

Am Nachmittag wurde ein Brunnen in Poiana gebohrt und wird drei Familien  in Zukunft mit Wasser versorgen.

Leider mussten wir uns heute früh um 4 Uhr von Maxi verabschieden, welcher über unseren Freund Vasile, vielen Dank dir, die Heimreise antreten konnte.
Drum bun, ihr zwei!

Voitinel und die Regenschirme von Râdâuti

Heute ging es in das Dorf Voitinel. Hier haben die Menschen von uns Brot, Öl, Zucker sowie Säcke mit Kleidung und Spielzeug bekommen. Hier sind wir nicht durch das Dorf gezogen sondern haben auf dem Dorfplatz vor der Kirche eine Verteilstraße eingerichtet. Jede Familie wurde aufgerufen und versorgt.

Danach besuchten wir die Familie bei der wir im letzten Jahr einen Brunnen haben bohren lassen. Sie haben mittlerweile eine Pumpe eingebaut und somit fließendes Wasser im Haus. Wir freuen uns, dass der Brunnen genügend Wasser führt und damit der Familie seit einem Jahr den Gang zum drei Kilometer entfernten Bach spart.

Anschließend besuchten wir die Stadt Râdâuti.

Volovat und Einblicke in die Kultur Rumäniens

Nach einer einstündigen Autofahrt erreichten wir Volovat. Die Straßen und Häuser entlang des Dorfes sahen sehr gut aus, bis auf einmal unser Fahrzeugkolonne an einer Einmündung abbog und wir in eine Parallelwelt kamen, die sich da am Rande des Dorfes gebildet hat. Es ist schwer in Worte und Bilder auszudrücken, was wir dort erlebt haben. Man merkt deutlich, dass hier bisher kaum Unterstützung angekommen ist.

Nach der Tour durch das Dorf trennten sich die Wege von Gheorgel, Ingeborg und uns und wir machten uns auf den Weg in ein Kloster und besichtigten eine Keramikwerkstatt.

Auf dem Weg zur Sozialstation kamen wir wieder an dem sehr langen LKW Stau vorbei, der sich vor der Grenze gebildet hat. Die Fahrer warten mehrere Tage, um die Grenze zur Ukraine passieren zu dürfen.

Den Abend haben wir am Feuer ausklingen lassen und lange über die Erlebnisse im Dorf geredet.